Praxis für Psychotherapie Bahnhofstr. 27-33 65185 Wiesbaden 0611 - 447 692 02 Wallufer Str. 2 65343  Eltville 06123 - 701 786
Wie finde ich einen guten Therapeuten? Hohe   Nachfrage.   Die   Nachfrage   nach   Psychotherapie   ist   hoch   und   nimmt   immer   weiter zu.   Die   Psychotherapieplätze   sind   aber   eingeschränkt   verfügbar.   Teilweise   kann   es   bei bestimmten   Therapeuten   bis   zu   einem   Jahr   Wartezeit   und   mehr   kommen.   Viele   führen eine   Warteliste,   auf   die   Sie   sich   setzen   lassen   sollten,   wenn   Sie   einen   Therapieplatz suchen. Qualität.    Die        Qualität    der    psychotherapeutischen    Arbeit    unterscheidet    sich    von Therapeut   zu   Therapeut   genauso   wie   die   Qualität   der   ärztlichen   Arbeit   von   Arzt   zu   Arzt. Hilfesuchende   Menschen   müssen   sich   nicht   nur   auf   die   Suche   machen,   um   überhaupt einen     Platz     zeitnah     zu     finden,     sondern     müssen     auch     die     Kompetenz     der Psychotherapeutinnen   und   Psychotherapeuten   einschätzen.   Das   ist   nicht   gerade   einfach, besonders   wenn   man   sich   selbst   in   Not   befindet.   Es   folgen   einige   Hinweise,   die   Ihnen bei   dieser   Einschätzung   helfen   sollen.   Wir   betonen,   dass   hier   nur   die   Einschätzung   der Praxisinhaber   und   die   Sichtweise   der   genannten   Quellen   dargestellt   werden.   Andere Therapeuten   werden   das   anders   sehen.   Sie   müssen   deshalb   selbst   prüfen,   ob   Sie   diesen Vorschlägen folgen wollen oder nicht. Hier   finden   Sie   eine   Liste   von   Therapeutinnen   und   Therapeuten ,   die   Mitarbeiter   unserer Praxis waren und mit denen wir erfolgreich zusammengearbeitet haben. Zugelassene    Therapieschulen.    Die    erste    Schwierigkeit    für    Hilfesuchende    ist    die Tatsache,   dass   es   nicht   die   Psychotherapie   gibt,   sondern   verschiedene   Therapieschulen, die   sich   sehr   stark   von   einander   unterscheiden.   Nur   drei   Hauptströmungen   werden aktuell von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezahlt: Psychoanalyse Tiefenpsychologisch-orientierte Psychotherapie Kognitive Verhaltenstherapie Psychoanalyse (PA) Der   Begriff   “Psychoanalyse”   klingt   ähnlich   wie   “Laboranalyse”   oder   “Röntgenanalyse”. Die   der   Psychoanalyse   zugrunde   liegenden   Modelle   sind   aber   mit   solchen   biologischen oder   biochemischen   Analysen   nicht   zu   vergleichen.   Die   Psychoanalyse   ist   ca.   100   Jahre alt    und    wurde    von    dem    Arzt    Sigmund    Freud    begründet.    Ihm    gebührt    die    Ehre, Psychotherapie   als   ernstzunehmendes   Behandlungsverfahren   in   die   Medizin   eingeführt und   unbewusste   Prozesse   im   Menschen   als   wirkungsrelevant   herausgestellt   zu   haben. Die   Theorie   hat   durch   Freuds   Schüler   viele   Modifikationen   erfahren   und   besteht   deshalb heute   letztlich   wiederum   aus   vielen   eigenen   sich   unterscheidenden   Therapieschulen.   Die theoretischen   Modelle   selbst   sind   größtenteils   nicht   wissenschaftlich   überprüft,   damit   ist die   Validität   (Gültigkeit)   fraglich.   Trotzdem   ist   eine   positive   Wirksamkeit   bei   psychischen Störungen   durch   Studien   nachgewiesen.   Dass   diese   positiven   Ergebnisse   aber   auf   das spezielle   Vorgehen   der   PA   zurückzuführen   ist,   ist   ebenfalls   fraglich.   Das   wesentliche Merkmal   der   PA   ist,   dass   diese   Behandlung   in   der   Regel   sehr   lange   dauert   (100   bis   320 Stunden   und   weit   darüber   hinaus)   mit   3   bis   5   Sitzungen   in   der   Woche.   Die   Idee   dabei ist,   dass   der   Patient   ungünstige   Beziehungsmuster   aus   der   Kindheit   in   die   Beziehung zum    Therapeuten    "überträgt",    das    heißt    wiederholt,    damit    aus    dem    Unbewussten hervorholt   und   der   Bearbeitung   zugänglich   macht.   Der   Patient   verbringt   typischerweise die   Zeit   liegend   auf   der   Couch   und   erzählt,   was   ihm   durch   den   Kopf   geht   und/oder   was er    geträumt    hat.    Der    Analytiker    deutet    dann    diese    Aussagen.    Das    Ziel    ist,    dass Menschen   in   der   Beziehung   zum   Therapeuten   "nachreifen"   und   ihre   Probleme   dadurch bewältigen    können.    Es    gibt    heute    zeitgemäßere    Anpassungen    des    klassischen Vorgehens,   bei   dem   viele   Analytiker   auf   das   Liegen   verzichten,   sie   dem   Patienten gegenübersitzen   und   das   gemeinsame   Gespräch   im   Vordergrund   steht.   Es   gibt   in   der Regel   genügend   “Übertragungen”   im   Leben   der   Betroffenen,   an   denen   gelernt   werden kann.    Die    Krankenkassen    bezahlen    maximal    320    Stunden    mit    3    Sitzungen    pro Woche. Es    ist    nicht    vorgesehen,    dass    während    der    regulär    bezahlten    Therapie zusätzliche Stunden privat bezahlt werden müssen. Beurteilung :   Die   Psychoanalyse   gilt   als   ein   wissenschaftliches   Verfahren.   Da   sie   als   ein Langzeitverfahren   über   mehr   als   80   Stunden   ausgelegt   ist,   gibt   es   nur   sehr   wenige Studien.   Bisher   wurde   keine   einzige   Störung   nachgewiesen,   die   zur   Bewusstmachung unbewusster    Prozesse    und    zur    Bewältigung    der    Störung    das    psychoanalytische Vorgehen   benötigt   oder   dass   die   PA   den   anderen   Verfahren   überlegen   ist.   Gleichzeitig scheinen   hier   weitgehend   nur   die   Menschen   zu   profitieren,   die   aus   Einsichten   über Konflikte   Veränderungen   selbstständig   herbeiführen   können   und   bei   denen   sich   die psychischen   Symptome   nicht   stark   automatisiert   haben.   Es   ist   notwendig,   die   eigenen Prozesse   wahrnehmen   und   beobachten   und   sich   gleichzeitig   von   ihnen   distanzieren   zu können.   Das   wiederum   können   in   der   Regel   nur   Menschen   mit   leichter   ausgeprägten Störungen.    Der    hohe    zeitliche    und    finanzielle    Aufwand    und    die    dabei    erzielten Ergebnisse   rechtfertigen   die   Durchführung   im   Vergleich   mit   anderen   Methoden   nicht. Andere Vorgehensweisen sind nachweislich schneller und effektiver. Psychodynamische Psychotherapie (PDT) Die   psychodynamische   Psychotherapie,   die   lange   Zeit   “tiefenpsychologisch-orientierte” Psychotherapie   genannt   wurde,   basiert   auf   denselben   psychoanalytischen   Theorien   und soll    sich    nur    mit    umschriebenen    Problemen    bzw.    Problembereichen    der    Patienten beschäftigen   (so   genannte   “Fokaltherapie”   mit   einem   umschriebenen   Problemfokus). Dagegen    erhebt    die    Psychoanalyse    den    Anspruch,    die    Grundkonflikte    und    die Persönlichkeitsstruktur   zu   verändern   (ist   bisher   nicht   nachgewiesen   worden).   Die   PDT hat   eine   Stundenbegrenzung   auf   maximal   100   Stunden,   der   Durchschnittsfall   ist   mit   24 bis   60   Stunden   veranschlagt.   Im   Fokus   der   PDT   stehen   klärungsorientierte   Prozesse. Das   bedeutet,   es   werden   bewusste   und   unbewusste   Konflikte   aufgedeckt   und   mögliche Ursachen   der   Störung   herausgearbeitet.   Es   werden   vorwiegend   Problembeispiele   aus dem   aktuellen   Leben   der   Patienten   betrachtet,   diese   aber   auch   mit   den   Erfahrungen   aus der   Vergangenheit   in   Beziehung   gesetzt.   Der   Therapeut   ist   dabei   helfender   Partner. Moderne   psychodynamische   Modelle   sind   hilfreich,   Ursachen   zu   erklären,   und   haben ihre   Wirksamkeit   für   einige   Störungen   nachgewiesen.   Aktive   bewältigungsorientierte Vorgehensweisen   werden   aber   leider   (noch)   zu   wenig   berücksichtigt,   wobei   es   aktuell aber    eine    Weiterentwicklung    in    diese    Richtung    gibt.    Die    Bewältigung    bezieht    sich vorwiegend    nur    auf    das    konflikthafte    Geschehen,    wobei    hauptsächlich    Einsicht    als wichtigster   Veränderungsfaktor   gesehen   wird.   Für   die   Bewältigung   von   ausgeprägten psychischen   Störungen,   wie   beispielsweise   Angst-,   Zwangs-   und   Essstörungen,   reicht Einsicht     in     der     Regel     nicht     aus.     Zur     Bewältigung     sind     störungsspezifische Vorgehensweisen    notwendig.    Die    Krankenkassen    bezahlen    bis    zu    100    Stunden    mit meistens    1    bis    2    Sitzungen    pro    Woche. Durch    die    aktuellen    Richtlinien    dürfen psychodynamisch-orientierte   Psychotherapeuten   leider   keine   anderen   Techniken   (z.B. Hypnose    oder    verhaltenstherapeutische    Methoden)    integrieren,    was    eine    moderne Psychotherapie   aufgrund   des   Fachwissens   tun   muss.   Einzig   eine   spezifische   Technik   bei Posttraumtischen Belastungsstörungen darf angewendet werden (EMDR). Beurteilung :   Die   Psychodynamische   Therapie   gilt   als   ein   wissenschaftliches   Verfahren. Für     Klärungsprozesse     und     Konfliktbewältigungen     kann     sie     hilfreich     sein.     Für automatisierte   Symptome,   die   durch   Teufelskreise   aufrechterhalten   werden,   sollte   die Therapie    bei    ausbleibendem    Erfolg    mit    einem    verhaltenstherapeutischen    Vorgehen ergänzt    werden.    Dies    kann    theoretisch    durch    den    psychodynamisch    orientierten Therapeuten   geschehen,   wenn   er   beide   Qalifikationen   hat.   Die   strikte   Trennung   der alten   Therapieschulen   ist   wissenschaftlich   schon   seit   über   20   Jahren   nicht   mehr   haltbar. Sie   ist   aber   leider   berufpolitisch   noch   so   gewollt.   Ein   Übungsprogramm   kann   auch   in Kooperation mit einem Verhaltenstherapeuten erfolgen. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) Die   Kognitive   Verhaltenstherapie   ist   ebenfalls   kein   einheitliches   Verfahren   mehr,   sondern es   kommen   sehr   viele   verschiedene   Modelle   und   Methoden   zur   Anwendung,   die   von   den Therapeuten    in    unterschiedlicher    Schwerpunktsetzung    angeboten    werden.    Es    gibt Therapeuten,   die   sehr   klassische,   das   heißt   auf   das   Verhalten   fokussierende   Strategien anbieten,    und    andere,    die    dieses    Vorgehen    mit    den    wichtigen    gedanklichen    und emotionalen   Aspekten   ergänzen.   Diese   kognitiv-verhaltenstherapeutischen   Modelle   sind aus    der    psychologischen    Forschung    abgeleitet    oder    von    dieser    als    sinnvoll    und erfolgreich   bestätigt   worden.   Im   Idealfall   werden   Klärungs-   und   Bewältigungsprozesse individuell   optimal   kombiniert.   In   der   Klärungsphase   werden   Ursachen   der   Entstehung und    der    Aufrechterhaltung    der    psychischen    Störung    erarbeitet.    Hier    sollten    die emotionalen   Probleme   und   Konflikte   genauso   betrachtet   werden   wie   die   psychischen Symptome.   In   der   Bewältigungsphase   werden   Strategien   und   Vorgehensweisen   erlernt, die   die   Probleme   aktiv   lösen   können.   Dies   beinhaltet   sowohl   eine   aktive   Veränderung des Denkens und als auch eine aktive Veränderung des Verhaltens. Beurteilung :    Die    Möglichkeiten    der    modernen    KVT    umfassen    viele    wissenschaftlich überprüfte   Vorgehensweisen,   die   nachweislich   zeitnahe   und   effektive   Ergebnisse   bei einer    Vielzahl    von    Störungen    erzielen    können.    Die    Verhaltenstherapie    ist    das    am umfangreichsten   überprüfte   Psychotherapieverfahren   (10-50mal   mehr   als   die   anderen Verfahren).    Die    KVT    entwickelt    sich    langsam    aber    stetig    zu    einer    allgemeinen Psychotherapie,      die      in      Methoden      denkt      und      nicht      mehr      dem      alten “Therapieschulendenken” verhaftet ist. Andere Methoden Zu   den   vielen   verschiedenen   Vorgehensweisen   der   Therapieschulen   kommt   noch   dazu, dass   jeder   Therapeut   sein   ganz   individuelles   Vorgehen   entwickelt.   Viele   Therapeuten machen   dazu   zusätzlich   Aus-   und   Fortbildungen   in   anderen   Therapierichtungen,   um   Ihr Vorgehen für die Patienten zu optimieren. Hier einige Beispiele: Hypnotherapie (Hypnose) und verwandte Methoden Schematherapie Eye   Movement   Desensitization   and   Reprocessing   (EMDR,   hat   eine   Zulassung   bei Posttraumatischen Belastungsstörungen) Systemische   Therapie   (gilt   als   wissenschaftliches   Verfahren,   hat   aber   noch   keine Zulassung) Gesprächstherapie    (gilt    als    wissenschaftliches    Verfahren,    das    aber    noch    keine Zulassung) Gestalttherapie Körperorientierte Verfahren und viele andere inklusive esoterische Methoden Fragen   an   die   TherapeutInnen.   Um   mehr   Transparenz   zu   haben,   sollten   Sie   die jeweiligen   TherapeutInnen   fragen,   was   genau   er/sie   tut   und   wie   er/sie   meint,   Ihnen   bei Ihren    konkreten    Problemen    helfen    zu    können.    Der    angebotene    Weg    sollte    für    Sie verständlich   und   einigermaßen   nachvollziehbar   sein.   Fragen   Sie   die   Therapeuten   nach deren    Grundausbildung    und    zusätzlichen    Aus-    und    Fortbildungen.    Ein    kompetenter Therapeut   wird   Ihnen   offen   und   ehrlich   alles   dazu   sagen.   Prüfen   Sie   immer,   ob   die TherapeutInnen    glaubwürdg    sind:    Leben    sie    selbst    das,    was    sie    Ihnen    beibringen wollen?    Erleben    sie    die    TherapeutInnen    als    sozial    kompetenten    und    selbstsicheren Menschen?   Seien   Sie   vorsichtig   mit   den   Bewertungen   im   Internet,   da   sich   hier   in   der Regel   nur   die   unzufriedenen   Patienten   beschweren   und   positive   Bewertungen   “bestellt” sein können. Machen Sie sich ein eigenes Bild und seien Sie ruhig zu Beginn skeptisch. Wichtige    Aspekte.     Es    gibt    zwei    wesentliche    Aspekte,    die    erfolgreiche    Therapien ausmachen: 1 . Nach   circa   10   bis   15   Therapiestunden   sollte   es   Ihnen   bereits   deutlich   besser   gehen und   Sie   sollten   eine   positive   Perspektive   haben,   dass   Sie   Ihre   Probleme   mit   Hilfe dieser Therapie bewältigen können. 2 . Innerhalb   eines   halben   Jahres   sollten   Sie   wesentliche   Veränderungen   realisiert   oder zumindest   eingeleitet   haben,   andernfalls   sinkt   die   Wahrscheinlichkeit,   dass   diese Therapie   erfolgreich   verlaufen   wird.   Sollte   nach   einem   Jahr   der   Zusammenarbeit keine   positiven   Veränderungen   erreicht   worden   sein,   ist   es   unwahrscheinlich,   dass durch dieses Vorgehen Erfolge erzielt werden können. Ihre     Mitarbeit.     Der     Therapieerfolg     ist     nicht     nur     von     der     Kompetenz     der TherapeutInnen   abhängig,   sondern   auch   von   Ihrer   Mitarbeit.   Wenn   Sie   nichts   oder   zu wenig   tun,   können   keine   Erfolge   realisiert   werden.   Der   Erfolg   steht   und   fällt   also   mit Ihrer   Mitarbeit.   Viele   Patienten   sind   motiviert,   etwas   über   sich   zu   erfahren   und   das Problem   zu   verstehen,   aber   nur   wenige   sind   motiviert,   sich   dann   auch   entsprechend   zu verändern.   Veränderung   ist   immer   mühsam   und   übungsintensiv.   Wir   alle   kennen   das alte   Sprichwort:   “Vor   den   Preis   haben   die   Götter   den   Schweiß   gestellt”.   Das   ist   leider   so und betrifft uns alle, wenn wir etwas erreichen wollen. Fragebogen. Hier kommen Sie zum Fragebogen zur Therapeutenbeurteilung . Im   Folgenden   stellen   wir   die   aktuellen   Standardausbildung   der   Berufsgruppen   vor,   falls Sie diese vergleichen wollen. Psychologen.    Die    Ausbildung    der    Psychologischen    Psychotherapeuten    erfolgt    an speziellen   staatlich   zugelassenen   Ausbildungsinstituten   mit   festgesetzten   Lehrplänen und   mit   hohem   Dokumentationsaufwand.   Es   wird   in   der   Regel   eine   Zwischenprüfung und obligat eine staatliche mündliche sowie schriftliche Abschlussprüfung absolviert. Ärzte.   Die   ärztliche   Ausbildung   erfolgt   in   der   Regel   in   den   Abteilungen   der   Kliniken,   in denen    die    Chefärzte    von    den    Landesärztekammern    zur    Weiterbildung    ermächtigt wurden.    Die    Umsetzung    der    Weiterbildung    wird    weitgehend    klinikintern    geregelt. Teilweise       arbeiten       Kliniken       mit       Ausbildungsinstituten       zusammen.       Die Facharztweiterbildungen    wird    durch    eine    erfolgreiche    mündliche    Prüfung    in    der Landesärztekammer abgeschlossen. Ausbildung der Psychotherapeuten In   Deutschland   dürfen   sich   nur   Psychologen   und   Ärzte   “Psychotherapeuten”   nennen. Beide   Berufsgruppen   müssen   aber   dafür   eine   spezielle   Ausbildung   oder   Weiterbildung absolvieren.   Die   Psychologen   erwerben   mit   dieser   Zusatzausbildung   die   Approbation zum     Psychologischen     Psychotherapeuten.     Die     Ärzte     erwerben     die     Facharzt- qualifikationen    Facharzt    für    Psychosomatische    Medizin    und    Psychotherapie    oder Facharzt    für    Psychiatrie    und    Psychotherapie .    Zudem    können    Ärzte    mit    anderen Facharztqualifikationen   einen   so   genannten      Zusatztitel   Psychotherapie    erwerben.   Die Anforderungen     unterscheiden     sich     voneinander     sehr.     Die     Tabelle     zeigt     diese Anforderungen der aktuellen Aus- und Weiterbildungen: Psychologische Theorie   600  Stunden Psychotherapie Behandlungsstunden   600  Stunden Supervision   150  Stunden Selbsterfahrung   120  Stunden Praktische Tätigkeit   3-5  Jahre, davon min.      1  Jahr Psychiatrie     1/2  Jahr Psychosomatik Facharzt für Theorie   272  Stunden Psychosomatische Medizin Behandlungsstunden 1500  Stunden und Psychotherapie Supervision   375  Stunden Selbsterfahrung   150  Stunden Balint-/Fallgruppe     70  Stunden Praktische Tätigkeit       1  Jahr Innere Medizin       1  Jahr Psychiatrie       3  Jahre Psychosomatik Facharzt für Theorie   132  Stunden Psychiatrie und Behandlungsstunden   240  Stunden Psychotherapie Supervision     60  Stunden (Psychotherapieanteil Selbsterfahrung   150  Stunden der psychiatrischen Balint-/Fall-Gruppe     70  Stunden Gesamtausbildung) Praktische Tätigkeit       1  Jahr Neurologie       4  Jahre Psychiatrie Zusatztitel Theorie   132  Stunden Psychotherapie Behandlungsstunden   120  Stunden Supervision     30  Stunden Selbsterfahrung   100  Stunden Balint-/Fall-Gruppe     30  Stunden Praktische Tätigkeit      5  Jahre Tätigkeit in der   Körpermedizin & eine   Facharztqualifikation   Heilpraktiker.   Auch   Heilpraktiker   bieten   Psychotherapie   an.   Die   Ausbildungen   sind nicht    staatlich    geregelt    und    im    Einzelnen    völlig    verschieden,    teilweise    auch    sehr esoterisch    orientiert.    Die    Zulassung    erfolgt    nach    einer    bestandenen    Prüfung    beim Amtsarzt.   Hier   wird   nur   festgestellt,   ob   der   zukünftige   Heilpraktiker   Grundkenntnisse   in psychiatrischer   Krankheitslehre   hat   und   prinzipiell   weiß,   wie   diese   Störungen   erkannt und    behandelt    werden,    so    dass    er    “die    Volksgesundheit    nicht    gefährdet”.    Seine psychotherapeutischen    Kenntnisse    und    Fähigkeiten    werden    auf    diesem    Weg    nicht geprüft.   Die   Inhalte   und   die   Qualität   deren   Arbeit   hängt   sehr   von   deren   gewählter Ausbildung    und    persönlichen    Erfahrungen    ab.    Nur    einige    private    Krankenkassen bezahlten diese Leistungen. Heilpraktiker   sind   immer   wieder   im   Negativfokus,   da   es   hier   keinerlei   Kontrolle   gibt   und sie   Patienten   schaden   oder   zumindest   nicht   adäquat   helfen.   Bei   Heilpraktikern   ist   daher besondere   Vorsicht   geboten.   Aber   auch   hier   sind   MEnschen   zu   finden,   die   exzellente Arbeit machen.