Praxis für Psychologische Psychotherapie Bahnhofstr. 27-33 65185 Wiesbaden 0611 - 447 692 02
Kognitive Verhaltenstherapie Die Kognitive* Verhaltenstherapie ist die Psychotherapie, die vor allem auf psychologische Forschungsergebnisse basiert und die am besten wissenschaftlich abgesichert ist. Die Ursprünge gehen auf vorwiegend amerikanische Pioniere wie Ellis, Beck, Maultsby, Meichenbaum und Lazarus zurück. Die eine Gruppe verfolgte zuvor psychoanalytische Konzepte, die andere Gruppe praktizierte klassische Verhaltenstherapie. Beide Gruppen wendeten sich von diesen Therapieschulen ab, da sie diese insgesamt als zu ineffektiv erlebten. Sie entwickelten die so genannte "Kognitive" Therapie, die sich schwerpunktmäßig mit unserem "Denken", Interpretieren und Bewerten beschäftigt. Sie fanden heraus bzw. entdeckten wieder, dass unser (automatisches und unbewusstes) Denken unsere Gefühle bestimmt und dass wir durch Änderungen unserer Gedanken, langfristig Gefühle verändern können. Dies war nicht wirklich neu, da schon andere in früheren Zeiten diese Zusammenhänge erkannt hatten. Typischerweise wird der stoische Philosoph Epiktet zitiert, der ca. 50 bis 130 n. Chr. in Rom und Griechenland gelebt hat: Es sind nicht die Dinge selbst, die die Menschen beunruhigen, sondern die Vorstellung von den Dingen Die Forscher haben aber diese alte Weisheit in eine praktische und an die Gegenwart angepasste Form gebracht. Die kognitiven Verfahren wurden dann zunehmend in die klassische Verhaltenstherapie übernommen, so dass heute in der Gesamtheit von der Kognitiven Verhaltenstherapie, oder kurz KVT, gesprochen wird. Die KVT bezieht also unsere Denkprozesse und unser Verhalten gleichermaßen in die Psychotherapie mit ein, um effektiv und effizient Veränderungen bei psychischen Problemen zu bewirken. Literaturempfehlung: Stavemann, Im Gefühlsdschungel, Beltz-Verlag Stavemann, ... und ewig tickt die Selbstwertbombe, Beltz-Verlag * Kognition: Hier wird der Begriff allgemein für das menschliche Denken benutzt, was bewusste und unbewusste, willkürliche und automatische Denkprozesse beinhaltet - Wahrnehmungen, Sichtweisen, Grundüberzeugungen, Schlussfolgerungen, Interpretationen, Bedeutungen und Bewertungen.